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Nummer 13 - September 2006
Liebe Freunde und Beter,

Amoswir sitzen gerade in Cagayan de Oro im Hotel. Die letzten Tage waren wir auf Camiguin im Urlaub. Das ist eine kleine Insel mit einem Umfang von ungefähr einhundert Kilometern. Mit dem Auto sind es etwas mehr als drei Stunden von unserer Wohnung in Iligan bis zum Hafen in Balingoan und von dort ging es mit einer kleinen, wackeigen Fähre nochmals eine Stunde bis zur Insel. Camiguin besteht aus sieben Vulkanen, von denen der Hibok-Hibok noch aktiv ist. Er ist 1951 das letzte mal ausgebrochen. Seither ist er ruhig im Gegensatz zu anderen Vulkanen, von denen einer erst vor kurzem ausgebrochen ist. Wir sind froh, dass wir weit weg von all den aktiven Vulkanen wohnen und nicht mit einer plötzlichen Evakuierung rechnen müssen.

Die vier Tage auf der Insel haben so richtig gut getan. Einfach faulenzen. Das Resort, in dem wir gewohnt haben, hatte ein schönes Freibad und Amos liebt das Wasser. So haben wir viel gebadet. Einmal sind wir zum White Island (Weiße Insel) gefahren. Das ist ein kleines Inselchen, das nur aus weißem Sand besteht. Dort haben wir gebadet, geschnorchelt und mit Amos Sandburgen gebaut. Am Nachmittag haben wir uns dann leicht rot gebrannt mit einem der kleinen Auslegerboote wieder zurückbringen lassen.

Verstärkung

Oh, jetzt hätte ich es fast vergessen. Viele von Euch wissen es wahrscheinlich schon, das A-Team bekommt Verstärkung. Wir sind wieder schwanger und erwarten Mitte März kommendes Jahr unser nächstes Kind. Wir freuen uns schon ganz arg darauf. Bis jetzt geht es Angela noch richtig gut und wir beten, dass es mit dem Wasser nicht schlimmer wird als letztes mal und dass es diesesmal vielleicht ohne Trombose abgeht.

Da haben wir auch gleich noch ein Anliegen an Euch. Wie wär es Babysitten auf den Philippinen? In der Zeit vor, während und nach der Entbindung, so Ende Februar bis Anfang April, bräuchten wir jemanden, der auf unseren quirligen Amos aufpasst. Vielleicht kennt ihr ja jemand, der etwas Englisch (Bedingung) kann und für fünf bis sechs Wochen zu uns kommen würde. Bitte meldet Euch bei uns!

Amos

Amos wächst und gedeiht. Er ist so ein richtiger Lausbub. Jetzt steigt er überall rauf und nichts ist mehr vor ihm sicher. Auch sein Dickkopf meldet sich immer mehr, das ist für uns Eltern manchmal etwas anstrengend. Er plappert jetzt auch wie ein Wasserfall aber noch kann man nichts verstehen wahrscheinlich ist es ein Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch und Sebuhano.

Internet

Vor einigen Wochen haben wir hier an der LRF eine große Antenne bekommen, die uns von einer Gemeinde in USA geschenkt wurde. Jetzt haben wir Internet auf dem Gelände. Und das allerbeste daran ist, wir haben jetzt eine Telefonnummer in Deutschland, mit der Ihr uns hier anrufen könnt. Die Nummer lautet: 07353/528330 probiert es doch einfach mal aus!! Das ist dann ein ganz normales Gespräch zum deutschen Telefon-Tarif. Kein teures Auslandsgespräch mehr. Für alle die DSL haben sind wir auch mit Skype unter dem Namen a-mindanao erreichbar. Zusammen mit dem Internet wurde auch das Computernetzwerk ausgebaut. Andreas wurde zum Netzwerkadministrator berufen. Wenn irgend was an den Computern, Druckern oder am Internet nicht funktio­niert, dann ist es seine Aufgabe, das wieder in Ordnung zu bringen, oder aber die Reparatur zu veranlassen.

Schule - LRF

StudentenVon der Schule gibt es auch erfreuliches zu Berichten. Dieses Jahr haben wir eine schöne Gruppe von Studenten. 15 neue Studenten sind fürs erste Jahr gekommen und die vier vom letzten Jahr haben alle das zweite Jahr begonnen. Sie haben eine gute Klassengemeinschaft, was die ganze Arbeit und das Studieren leichter macht. Die jüngste ist gerade 16 Jahre alt geworden. Alle vermissen ihre Familien und Freunde sehr und die meistenwerden vor Weihnachten ihre Familien nicht sehen können, da sie einen langen, teuren Heimweg haben.

Andreas hat begonnen jeden Mittwochnachmittag zu unterrichten und es macht ihm sehr viel Freude obwohl es besonders wegen der Sprache noch eine grosse Herausforderung für ihn ist. Das Thema des Unterrichts ?persönliches geistliches Leben? fordert auch für das eigene Leben heraus. Wie sieht es mit meiner persönlichen Stillen Zeit aus? Nehme ich mir Zeit im Trubel des Alltags auf Gottes Stimme zu hören, sein Wort zu studieren und mit ihm im Gebet zu reden? Oder lebe ich einfach so vor mich hin. Ist es mir ein Anliegen mich von ihm und seinem Geist prägen zu lassen. Bitte betet für uns als Familie, dass wir ganz mit Jesus leben und uns von ihm führen lassen. Anschließend an den Unterricht treffen wir Mitarbeiter uns mit den Studenten in kleinen Gruppen zum Bibellesen, Austauschen und Beten. Wir würden uns freuen, wenn wir den Studenten in ihrem persönlichen und geistlichen Leben Vorbild und Hilfe sein können. Unser Anliegen ist es, dass wir ihnen nicht nur Kopfwissen vermitteln, sondern dass sie das gelernte in ihrem Alltag umsetzen und anwenden. Wir empfinden es als unheimlich schwierig Zugang zu ihren Herzen zu finden. In Angelas Gruppe ist: Hayzel, Nining, Grace. Bei Andreas sind: Randolf und Edwin. Bitte betet für diese jungen Leute.

Team

Im heutigen Brief wollen wir beginnen Euch unser Team an der Schule etwas vorzustellen.

Da sind zuerst mal unser Direktor Scott Steele mit seiner Frau Patsy. Sie sind aus den USA und schon über 20 Jahre hier in den Philippinen. Ihre drei Kinder sind alle in Amerika und zum Teil schon verheiratet. Sie hatten zuerst eine Gemeinde unter Cebuanos (katholisch animistischer Hintergrund) gegründet, bevor Gott ihnen das Anliegen der LRF (Life Resources Foundation) aufs Herz gelegt hat. Seit 1998 wohnen sie in Iligan und seit dem Bau der Schule auf dem Schulgelände. Sie sind der Motor für die ganze Arbeit hier. Scott betreut die Mitarbeiter, sorgt dafür dass die LRF bekannt wird, damit wir Studenten bekommen. Sein Wunsch ist es in den nächste Jahren so viele Absolventen zu haben, dass wir zu jeder unerreichten Volksgruppe (Stamm) in den Philippinen ein Team senden können. Im Moment bereiten wir zusammen eine neue Klasse vor. Bisher war der ganze Unterricht in Sebuano. Diese Sprache wird hauptsächlich im Süden der Philippinen gesprochen. Jetzt bekommen wir aber immer mehr Anfragen von Christen aus dem Norden, die gerne kulturüberschreitende Missionsarbeit machen möchten. Sie sprechen meistens ein gutes Englisch und würden gerne bei uns lernen. Deshalb werden wir wohl im nächsten Jahr das ganze Programm neben Sebuhano auch in Englisch anbieten. Das heißt es gibt zwei paralle Kurse. Das bringt neue Herausforderungen für die Lehrerschaft und die ganze Schule mit sich. Danke wenn Ihr für diese Umstellungen mitbetet. Und für Scott und Patsy, die die Hauptlast dafür tragen.

Unsere nächsten Nachbarn und Kollegen sind Debra und Lance Sprick. Sie wohnen im Haus neben uns. Sie sind auch schon viele Jahre hier in den Philippinen. Auch ihre zwei Kinder sind schon wieder zurück in Amerika und sind dort berufstätig. Lance und Debra sind Hausmeister und für die Landwirtschaft der LRF und für die praktische Ausbildung der Studenten zuständig. Sie unterrichten, wie man Gemüse anbaut, wie man Regenwürmer zieht zur schnellen Umsetzung von Kompost aber auch wie man Taschen oder Kinderkleider näht. Lance ist es, der gestern Abend um 10 Uhr geweckt wurde, weil ein Wasserrohr ein Loch hatte und das Wasser bei den Studenten ins Zimmer gespritzt ist. Er musste die Leitung abschalten und das Rohr notdürftig reparieren und heute Morgen hat er die Leitung dann durch eine neue ersetzt. Er ist auch der, der läuft, um bei Stromausfall den Generator zu starten.

So das sind mal unsere nächsten Kollegen. Daneben gibt es noch filipinische Mitarbeiter, die wir Euch dann beim nächsten mal vorstellen werden.

Ein Gebetsanliegen ist, dass unsere Kollegen alle das gleiche Alter haben und in spätestens 10-15 Jahren in Rente gehen. Bitte betet mit, dass sich neue Missionare in die Arbeit berufen lassen.

Gemeinde Abuno

Jetzt noch einen kurzen Blick in die Gemeinde hier in Abuno. Die Treffen mit Richel und Robert sind sehr ermutigend. Die beiden wechseln sich ab um eine Frauenstunde Samstag nachmittags zu unterrichten. Sie wachsen in ihrem Glaubensleben und die Gemeinschaft mit ihnen ist echt ermutigend.

Robert war ohne uns bei seinen Eltern und hat weiter das chronologische Bibelstudium unterrichtet. Wir beten dass sein Vater ganze Sache mit Jesus macht. Er hat sich letztes Jahr taufen lassen, ist aber sehr unverbindlich. So dass wir uns nicht wirklich sicher sind, wo er steht. Seine Frau dagegen ist eine treue Nachfolgerin Jesu. Sie freut sich immer wenn das Bibelstudium stattfindet und wenn sie kann kommt sie sonntags zum Gottesdienst.

Andreas wollte Robert ermutigen eine Predigt vorzubereiten aber er ist noch zu scheu und fühlt sich darin wohl noch zu überfordert. Es braucht einfach noch ein wenig Zeit.

Allan und Jenefer sind sehr in ihrem Beruf eingespannt und haben wenig Zeit. So finden auch unsere Treffen mit ihnen nur sehr unregelmäßig statt. Bitte betet um Weisheit, wie wir ihnen helfen und sie ermutigen können. Sie sind nicht so verbindlich wie die beiden anderen.

Der Gottesdienstbesuch ist schwankend und es kommen immer wieder auch ungläubige die das Evangelium hören und schon viel wissen aber trotzdem ihrem animistischem Glauben nicht aufgeben wollen um ganze Sache mit Jesus zu machen. Unsere nächste Nachbarin ist ein Beispiel dafür. Sie kommt immer zum Gottesdienst aber vor kurzem haben wir gehört, dass sie ein Schwein geopfert haben zum Dank dass es ihnen als Familie besser geht. Das Fleisch wird dann nur mit Wasser gekocht und im Haus werden von Eckpfosten zu Eckpfosten die Verstorbenen um Hilfe angerufen. Anschließend wird das Fleisch dann gegessen. Solche Praktiken sind unter der katholisch/animistisch geprägten Bevölkerung weit verbreitet.

Jetzt grüßen wir Dich ganz herzlich aus den sommerlich warmen Philippinen.



Mit ganz herzlichen Grüßen Euer Andreas und Eure Angela mit Amos

Wer wir sind.
Mehr über die 4 As.
© Familie Andreas und Angela Staigmiller,
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88477 Schwendi