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Nummer 15 - Mai 2007
Liebe Freunde und Beter,

Eine Psalm Asafs.
Mir aber ist die Nähe Gottes köstlich; ich habe den Herrn, JAHWEH, zu meiner Zuflucht gemacht, um zu erzählen alle deine Werke. (Psalm 73,28)

Liebe Freunde und Beter,

Amos und AsafAm 3. März war es soweit, um 9:29 ist unser kleiner Psalmsänger Asaf geboren. Noch ist es nicht eindeutig, was der Inhalt seiner Lieder ist, aber laut und kräftig ist seine Stimme, besonders wenn er Hunger hat oder der Bauch drückt.

Wir sind sehr dankbar, dass unser himmlischer Vater in diesen vergangenen Wochen durch getragen hat und uns einen zweiten gesunden Jungen geschenkt hat. Froh sind wir auch, dass beim Kaiserschnitt alles gut ging und wir sogar nach drei Tagen das Krankenhaus verlassen konnten. Wir durften noch eine Woche bei unseren Feldleitern sein wo sich Angela gut erholen konnte (besser als im Krankenhaus denn da wird fast jede Stunde Blutdruck gemessen Tag und Nacht).

Danke für alle Gebete wir durften erleben wie Gott Gebet erhört und wir fühlten und wissen uns dadurch getragen.

Doch was hätten wir getan, ohne die tatkräftige Unterstützung von Andrea, Marina und Friederike. Andrea kam schon zwei Wochen vor der Geburt und Amos hat sie richtig ins Herz geschlossen. So war es leicht für uns, die beiden bei unseren Feldleitern zu lassen, solange wir im Krankenhaus waren. Hier ist es so üblich das mindestens eine Person mit beim Patienten im Krankenhaus dabei ist, um Arznei zu kaufen, die Krankenschwester zu rufen und für den Patienten da zu sein. So war Andreas mit dabei was auch schön war so konnten wir unseren kleinen Asaf von Anfang an zu zweit genießen.

Eine Woche nach der Geburt kamen dann noch die beiden anderen dazu. Das war so eine große Hilfe für Angela, sie haben auf die beiden Buben aufgepasst und mit ihnen gespielt, Asaf herumgetragen wenn ihn der Bauch gedrückt hat, ihn gebadet, so dass Angela dazwischen drin mal schlafen konnte.

Ganz herzlichen Dank euch dreien für Eure große Hilfe und Euren Deutsch-Unterricht für Amos. Er sagt jetzt mit Begeisterung ?Danke? und ?Bitte? auch spricht er nun jedes Wort nach sei es Deutsch oder Cebuano. Amos hat seinen Bruder auch schon ins Herz geschlossen und bringt ihm sein Schäfchen wenn er schreit, schmust mit ihm und wippt seine kleine Krippe, aber manchmal kommen dann auch Anflüge von Eifersucht und dann wird auch mal geschrien und gemeckert meistens, wenn Asaf auch schreit so weinen wir manchmal auch gleich zu dritt.

Am 3. April mussten wir dann unsere drei leider wieder zurückbringen zum Flugplatz in Cagayan.
Am gleichen Tag ging auch das Schuljahr 2006/2007 zu Ende. Am Vormittag war die Absolvierungsfeier des zweiten Jahrgangs. Es war eine kleine Klasse dieses mal mit vier Studentinnen. Ein bewegender Moment war es, als sie ihre Diplome in Empfang nahmen. Inzwischen sind sie zu Hause bei ihren Familien und bald werden sie ein einjähriges Praktikum in verschiedenen Missionsarbeiten beginnen um Erfahrungen zu sammeln, bevor sie dann in eine eigene Arbeit gehen werden unter den noch nicht vom Evangelium erreichten Stämmen hier in den südlichen Philippinen.

Jetzt ist es sehr ruhig hier an der Schule, ohne Studenten und ohne Besuch aus Deutschland. Da freuen wir uns um so mehr, dass wir im Juli einen Besuch in Deutschland machen dürfen. Andreas' Schwester heiratet im August und da wir den Flug geschenkt bekommen werden wir aus diesem Anlass unseren Jahresurlaub in Deutschland verbringen.

Voraussichtlich werden wir am 22. Juli in der Bibelgemeinde in Ulm am Nachmittag von unserem Dienst und von uns als Familie berichten. Ihr seid alle ganz herzlich eingeladen. Für nähere Informationen ruft ihr am Besten bei Albert Zimmermann an (07307) 955872. Es wäre schön, wenn wir dort viele von Euch treffen könnten. Nächstes Jahr 2008 werden wir dann zum offiziellen Heimatdienst kommen. Da möchten wir dann möglichst Euch alle besuchen um zu hören und zu sehen wie es Euch geht und was Ihr so macht.

Am 23. April konnten wir Asafs Geburtsurkunde auf Sicherheitspapier abholen. Und so sind wir gleich am Mittwoch darauf nach Manila zum Deutschen Konsulat geflogen, um einen Pass für Asaf zu beantragen und einen neuen Reisepass für Andreas (der alte läuft ab). Wir hatten große Sorge, ob auch alles klappt, aber es ging sehr schnell und reibungslos auf dem Konsulat, die Damen waren sehr freundlich und hilfsbereit. Jetzt vertrauen wir, dass die Pässe noch rechtzeitig vor unserer Deutschland-Reise kommen. Es waren anstrengende Tage aber es tat auch gut einfach mal was anderes zu sehen.

Das nächste größere Ereignis war die Sommer-Bibelschule vom 8. bis 11. Mai. Es kamen 17 motivierte Pastoren und Gemeindemitarbeiter. Morgens und mittags hatten sie Unterricht über Lehre und Geschichte des Islam und über Gemeindebau unter Muslimen. An vier Abenden habe ich (Andreas) über die Grundlagen des geistlichen Lebens unterrichten. Ich nahm Auszüge von dem, was ich im letzten Schuljahr unterrichtet habe. Mir war es etwas Angst davor, ich junger Missionar sollte diese diensterfahrenen Männer unterrichten. Aber Gott hat Gebet erhört und mir Weisheit in der Vorbereitung und im Lehren gegeben, so dass sie alle herausgefordert und für ihr Glaubensleben ermutigt wurden. Danke Euch allen, die Ihr mit für diese Woche gebetet habt.

Im Juni haben wir eine größere Reise vor uns. Vom 4. bis 7. ist die jährliche Konferenz unserer Partnermission Christar in Davao. Das sind ungefähr 7 Stunden Autofahrt von hier zur andere Seite der Insel. Die Fahrt geht durch ein landschaftlich sehr schönes Gebiet durch die Berge Mindanaos. Es gibt viele Blumenstände am Wegrand und es ist dort so kühl, dass man sogar Erdbeersetzlinge findet. Aber trotz allem kraust es uns ein wenig davor mit den beiden Buben solange unterwegs zu sein, Asaf ist im Moment noch gar nicht begeistert, wenn er im Kindersitz liegen muss. Wir freuen uns jedoch ganz arg auf die Gemeinschaft mit unseren Mitmissionaren. Mal sehen wie alles wird. Noch haben wir keinen Redner vielleicht gibt es ja wieder einen auf Video. Bitte betet, dass wir die Botschaften bekommen, die richtig für uns sind.

Am 12. Juni wird dann der Unterricht an der Schule wieder beginnen. Inzwischen haben wir auch schon 3 schriftliche Anmeldung, zwei davon sind junge Frau aus islamischem Hintergrund. Wir vertrauen, dass Gott wieder die Studenten senden wird, die er hier haben möchte. Schön wäre, wenn 25 neue kommen würden. Wir beten auch, dass die 14 Studenten vom letzten Jahr das Geld für die Anzahlung zusammen bekommen und wieder zurück kommen. Für viele ist neben dem akademischen das finanzielle die größte Herausforderung. Obwohl die Studenten selber nur ungefähr 23 Euro pro Monat bezahlen müssen (die tatsächlichen Kosten belaufen sich auf ungefähr 80 Euro) ist es für viele schwierig, das ohne Unterstützung vom Ausland zusammen zu bekommen. Ganz herzlichen Dank Euch, die Ihr so regelmäßig für den Studentenfond spendet. Wir staunen auch jeden Monat aufs neue, wie Gott hier versorgt. Die Schule braucht monatlich ungefähr 2250 Euro, um das Essen (das ist der größte Brocken), Lehrer, Bücher, Strom und anderes zu bezahlen. Doch es gab noch keinen Tag, an dem die Studenten darben mußten. Das stimmt uns voller Lob und Dank unserem großen, treuen Gott gegenüber.

Eine weitere Herausforderung des kommenden Schuljahrs ist dass wir nicht nur in Cebuano unterrichten, sondern auch parallel dazu eine Klasse in Englisch haben werden. Die Studenten die bisher bei uns studiert haben, kamen meistens aus Mindanao und Visayas. Das ist die Region in der das Cebuano/Bisaya am meisten gesprochen wird. Inzwischen bekommen wir immer wieder Anfragen von Leuten aus dem Norden der Philippinen wo mehr Tagalog und andere Sprachen gesprochen werden. Sie würden gerne an der LRF studieren, verstehen aber kein Cebuano. Da wir keine Tagalog sprechenden Lehrer haben beschlossen wir den Unterricht auch in Englisch anzubieten. Das bedeutet, dass jeder Lehrer in zwei Sprachen unterrichten muss. Besonders im ersten Quartal dieses Jahres führt das zu einem Engpass an Lehrern. Einige Missionare sind im Heimatdienst und wir gehen im Juli/August nach Deutschland. Nach wie vor haben wir einige philippinische Pastoren, die regelmäßig hier unterrichten, aber ihre Zeit ist begrenzt. Bitte betet mit uns für fähige Lehrer, die ein Herz für die Unerreichten haben.

Frauentreff Abuno:

In den Sommerferien hat Patsy Steele, eine Teamkollegin, angefangen die Frauen von der Gemeinde hier in Fatima einmal in der Woche zu sich nach Hause einzuladen.

Es sind viele Frauen die noch nicht gläubig sind aber regelmäßig zum Gottesdienst kommen. Eine Frau erzählte, dass sie das Evangelium verstanden hat aber sie traut sich nicht den letzten Schritt zu tun, Jesus ihr Leben anzuvertrauen und sich von der katholischen Kirche abzuwenden. Wir gehen gemeinsam durch den Epheserbrief und arbeiten heraus, was wir in Jesus sind und was wir in ihm bekommen. Wir haben immer eine schöne Gemeinschaft miteinander. Bitte betet für Elma, dass sie den letzten Schritt wagt und für eine ihrer Töchter Tata und deren Mann Kokoy, dass sie zum lebendigen Glauben an Jesus finden. Wie es dann mit dem Frauentreffen weitergeht wenn die Schule wieder anfängt ist ungewiss, denn dann bleibt neben dem Schulalltag nicht viel Zeit.

Danke wenn Ihr auch weiter für Allan und sein Frau Jenefer betet, die beiden sind immer sehr entmutig und müde in ihrem Glaubensleben, aber wir können nicht herausfinden, woran es liegt und wie wir helfen können. Andreas trifft sich mit Allan sonntags zum Bibelstudium.

Auch Robert und Richel brauchen unser Gebet in ihren täglichen Herausforderungen. Die beiden sind uns eine große Ermutigung. Wir treffen uns mehr oder weniger jeden Freitag zum Bibelstudium. Im Moment sind wir im dritten kapitel der Offenbarung und lassen uns von den Botschaften an die verschiedenen Gemeinden herausfordern, warnen und ermutigen. Die Gemeinschaft mit ihnen ist uns ein riesen Geschenk.

Letzte Woche war unser ehemaliger Lehrer Bador, von der Sprachschule in Butuan hier. Wir haben ihn angestellt damit er uns mit dem Cebuano hilft. AC unser philippinisch-amerikanischer Kollege, der mit uns im gleichen Haus in Butuan gewohnt hat ist inzwischen auch umgezogen. Er teilt sich Bador mit mir (Andreas). Es war eine intensive Woche mit knapp 20 Stunden Sprachstudium, aber es war eine sehr hilfreiche Zeit. Wir haben vor ihn ungefähr einmal im Monat kommen zu lassen um uns zu unterrichten. Denn noch sind unsere Cebuano-Kenntnisse nicht befriedigend. Dürfen wir Euch noch ein Gebetsanliegen von Bador weitergeben? Die Sprachschule in Butuan hat geschlossen, da keine neuen Studenten gekommen sind. Deshalb hat Bador keine Arbeit. Da er keine abgeschlossene Ausbildung hat ist es schwierig für ihn etwas zu finden. Die letzten Jahre hat er immer als Cebuano-Sprachlehrer gearbeitet. Bitte betet, um Gottes Führung und ein geregeltes Einkommen für ihn.



Mit lieben Grüßen
Eure 4 As
Wer wir sind.
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