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Nummer 19 - Juli 2008
Liebe Freunde und Beter,

Jetzt sind wir schon fünf Monate in Deutschland. Am 18. April sind wir nach einer langen, ermüdenden aber guten Reise in München angekommen. Dort wurden wir von Andreas' Eltern abgeholt. Wir haben uns langsam umgestellt auf das andere Klima und den so ganz anderen Lebensstil.

In den letzten Monaten waren wir immer wieder unterwegs und haben ja auch schon viele von Euch getroffen. Die Gemeinschaft mit Euch allen tut so gut. Wir haben es sehr vermisst, mal wieder einen deutschen Gottesdienst zu besuchen. Deshalb haben wir es in den letzten Wochen um so mehr genossen Zeit mit unserer Heimatgemeinde in Neu-Ulm zu verbringen.

Ende Mai waren wir bei der Gemeindefreizeit der Bibelgemeinde Neu-Ulm dabei. Ich (Andreas) hatte die Bibelarbeiten zum Thema ?Folge mir nach ? Praktisches Leben als Jünger Jesu!? Ich wurde schon in der Vorbereitung selber herausgefordert durch Gottes Wort. In den Evangelien sagt Jesus fünfzehn mal: ?Folge mir nach!? Worauf es ganz verschiedene Reaktionen gab. Der Zöllner, Matthäus, stand auf, lies alles stehen und liegen und folgte Jesus nach. Ein junger Mann hat die Kosten der Nachfolge überschlagen und ging traurig weg. Und so stellt sich jedem von uns die Frage: ?Bin ich bereit mein Leben nach dem Willen Jesu auszurichten?? Oder wollen wir selber der Kapitän unseres Lebensschiffes sein? Jesus nachfolgen ist kein Spaziergang, sondern fordert uns ganz. Zu welcher Gruppe von Menschen gehören wir? Nachfolger oder Mitläufer. Ist Jesus das Zentrum meines Lebens? Ein Prediger sagte einmal: ?Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn!?

Unsere Studenten an der LRF überschlagen die Kosten und folgen Jesus mit ganzem Herzen. Das kommt auch in dem folgenden Bericht zum Ausdruck:
Eine unserer Absolventinnen vom März diesen Jahres schreibt: ?Ich bin mit dem Wissen aufgewachsen, dass es einen Gott gibt, aber das war ein rein intellektuelles Wissen. Ich hatte Angst, nach dem Tod in die Hölle zu kommen, denn ich war sündig. Ich habe von der Errettung gehört, aber ich war gleichgültig gegenüber diesem Wissen, bis etwas in meinem Leben passierte. Mein Neffe war im Krankenhaus und sehr krank. Der Arzt machte Wiederbelebungsversuche und es sah alles so aus, als ob er sterben würde. Ich betete, dass Gott meinem Neffen helfen würde und dass er mir zeigen würde, ob es ihn wirklich gibt. Plötzlich fing mein Neffe an zu schreien und zu atmen. Ich sah mit meinen eigenen Augen, wie mächtig Gott ist, selbst wenn der Patient im Sterben liegt. Gott tat ein Wunder für mich und für ihn, indem er meinem Neffen eine zweite Chance für ein Leben in dieser Welt gab.
Ich habe mich gefragt, wo ich hingehen würde, wenn ich sterbe. In diesem Augenblick habe ich geheult und gebetet. Ich habe Gott meine Sünden von Herzen bekannt und ihn als meinen persönlichen Retter angenommen.
Die Zeit verging und ich habe Gott in meiner Gemeinde gedient. Es war mir nicht genug Leiterin der Jungen Leute zu sein. Über ein halbes Jahr habe ich gebetet, was Gott von meinem Leben haben möchte. Ich konnte mich nicht auf mein Studium an einer säkularen Schule konzentrieren. Ich habe lieber die Bibel gelesen als meine Lektionen. Ich habe mir Selbstvorwürfe gemacht für mein Straucheln. Dann habe ich durch Missionare, von der Life Resources Foundation (LRF) gehört. Eines Tages gab es eine Tragödie in unserem Ort, die Ermordung eines Pastors und seiner Tochter. Dieses Ereignis ermutigte mich, mich an der LRF anzumelden.
Ich bin total erstaunt, wie Gott in meinem Leben, als Studentin hier an der LRF, gearbeitet hat. Als ich noch zu Hause war und auch am Beginn unsere Einsätze von der Schule, habe ich die Unerreichten wirklich, wirklich gehasst. Aber Gott hat meine Herzenseinstellung zu ihnen verändert. Ich verstehe Gottes Wort und die Tatsache, dass er sie liebt. Und er hat auch in mein Herz die Liebe zu ihnen gegeben. Solange ich in dieser Welt lebe wird Gott an mir arbeiten und mich lehren, ihm und seinen ewigen Zielen zu folgen. Ich bin Gott dankbar, dass er mein Leben prägt. Ich lobe Gott für seine Gnade in meinem Leben, dass er mich immer stärkt auch durch viele Hindernisse hindurch. Gott lässt es nicht zu, dass ich aufgebe. Er bereitet mich vor und rüstet mich aus durch sein Wort für die zukünftige Arbeit unter den Unerreichten.?

Inzwischen ist sie zusammen mit anderen Ehemaligen zu den Iranon gezogen. Dieses Volk hat noch keine Gemeinde und wenn es Gläubige gibt sind es nur sehr wenige. Es ist ihr Anliegen, dass Menschen gerettet werden und zum lebendigen Glauben an Jesus finden. Danke wenn ihr dafür weiter betet.

Im Juni hat das neue Schuljahr begonnen. Acht Studenten kamen zum zweiten Jahr zurück und zwölf neue sind gekommen. Es sei wieder eine motivierte Gruppe.

Wie ihr sicher mitbekommen habt sind ja wieder gewaltige Unruhen auf den Philippinen. Die Bibelschule musste im August für eine Nacht evakuiert werden, da die Aufständischen sich mit der Armee ganz in der Nähe Gefechte geliefert haben. Inzwischen ist der Schulalltag wieder eingekehrt obwohl in der Stadt immer noch Flüchtlinge sind. Bitte betet für die Situation dort. So jetzt nochmals zu uns. Wir sind noch bis März 2009 im Reisedienst. Was die nächsten Wochen läuft haben wir Euch hier rechts aufgeschrieben. Bitte betet, dass Gott uns gebraucht zur Ermutigung für die Einzelnen.

Angela hat wegen ihrem Lymphödem wieder eine Kur genehmigt bekommen. Der Termin steht noch nicht ganz fest. Er wird von der Klinik und Rentenversicherung festgelegt. Andreas wird dann während dieser Zeit unbezahlten Urlaub nehmen um die Kinder zu betreuen und versorgen.

Am 28. September werden wir beim Herbstmissionsfest der DMG sein. Andreas wird während der Mittagszeit ein Seminar halten mit dem Thema ?Jesus verändert Filipinos?. Es wird ein Bericht über unsere Arbeit sein. Dazu laden wir Euch ganz herzlich ein.
Ansonsten genießen wir das Leben in Deutschland und frieren im Moment wieder bei der eingetretenen Eiseskälte.



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