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Nummer 20 - Januar 2009
Liebe Freunde und Beter,

Die letzten Monate waren sehr abwechslungsreich, anstrengend aber vor allem schön. Wir haben es total genossen, viele liebe Freunde nach über vier Jahren wieder zu sehen. Die Gemeinschaft und das gegenseitige Austauschen tat so gut.

KlausurwocheIm Oktober war die Klausurwoche bei der DMG am Buchenauerhof. Die Bibelarbeiten über Epheser 1,3-14 waren sehr ermutigend. Dieser Abschnitt ist ja einer der längsten Sätze im Neuen Testament. Paulus überschlägt sich fast im Lobpreis unseres Gottes. Dabei war mir neu, dass das griechische Wort für „gepriesen“ in Vers 3 das gleiche wie für „gesegnet“ und „Segnung“ ist. Das zeigt die zwei Bedeutungen von „segnen“: Einmal Gott preisen und dann dass Gott uns unter seinen Schutz und Segen stellt.
Es ist ein Kreislauf: Gott segnet uns und wir loben und preisen ihn dafür. Ist das nicht ein genialer Gedanke! Das ist ja auch der Grund warum wir wieder auf die Philippinen gehen. Die Menschen stehen unter Gottes Gericht, weil sie ihn nicht loben (Römer 1,21). Jeder Tag, an dem ein Mensch den lebendigen Gott nicht ehrt ist ein Schlag in sein Gesicht. Darum ist auch das erste, was Jesus seine Jünger übers Gebet lehrt: „Dein Name werde geheiligt!“ Der Referent führte weiter aus: „Wenn Gott von einem Menschen nicht geehrt wird, fehlt ihm das, was ihn zu einem Menschen macht.“ Deshalb möchten wir Menschen dahin führen, dass ihr Menschsein Gott die Ehre gibt. Das geht ja auch uns im Trubel des Alltags immer wieder verloren, dass ich frage: „Kriegst Du, Herr Jesus, an diesem Tag in meinem Leben Ehre?“ Und dass es mein Ziel ist: „Ich lebe heute für Dich, Herr!“.
So waren es Tage, die uns Jesus groß gemacht und uns ins Lob Gottes hineingeführt haben. Danke, dass Ihr mit für diese Zeit gebetet habt!
Epheser 1,3
3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus,
Römer 1,18.21
18 Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, 21 weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
Matthäus 6,9
9 Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt.
Vom 24. November bis 20. Dezember war Angela in Kur in der Feldbergklinik in St. Blasien/ Schwarzwald.
Diese vier Wochen haben ihr echt gut getan. Sie bekam zweimal am Tag Lymphdrainage und ihre Beine wurden danach kompressions-bandagiert. Daneben machte sie bei der Wirbelsäulen- und Entstauungsgymnastik mit. Sie verlor viel Wasser und dadurch wurde der Druck, den sie immer auf den Beinen hat wieder leichter.
WinterWir drei Männer wohnten zweimal für einige Tage in einer netten, kleinen Ferienwohnung nicht weit entfernt von der Klinik. So konnten wir an den Nachmittagen mit Angela in der schönen Winterlandschaft (ca. 90 cm Schnee) Spazieren gehen und kleine Unternehmungen machen. Amos und Asaf haben es genossen auf dem Bob durch die Gegend gezogen zu werden.
Mit der Gästekarte durften wir kostenlos Bus und Eisenbahn im Schwarzwald fahren. So bin ich, Andreas, mit Amos und Asaf zum McDonalds nach Freiburg gefahren. Die zwei waren voller Begeisterung dabei. Von da an wollten sie jeden Tag Bus und Eisenbahn fahren.

Anfange Dezember bekamen wir auch unseren Flugplan. Am 16. April werden wir wieder auf die Philippinen starten – etwas später, als wir geplant hatten. Aber vor Ostern gab es für unser Ticket keine Plätze mehr. Dadurch bekommen wir die Chance nochmals mit unserer Heimatgemeinde, der Bibelgemeinde Neu-Ulm, zur Gemeindefreizeit mitzugehen. Wir werden in Moosbach/Allgäu auf der Hensoltshöhe sein. Das wird bestimmt ein schöner Abschluss für unseren Heimatdienst.

Wir freuen uns, wieder nach Hause zu kommen in unsere alte Wohnung. Dorthin, wo unsere philippinischen Freunde sind. Dort, wo wir die längst Zeit als Ehepaar und Familie gelebt haben. Trotzdem fahren unsere Gefühle gerade Achterbahn. ACDa sind Fragen, die uns durch den Kopf wirbeln: „Was wird uns erwar­ten?“ Einer unserer Mitmissionare, AC Acosta wird am 5. April heiraten, er hat sich für uns ganz überraschend am 5. Januar verlobt. Sie werden vielleicht in das Doppelhaus einziehen, in dem wir auch wohnen.
„Wie wird die Situation an der Schule sein?“ Wir haben gehört, dass neue philippinische Mitarbeiter dazu gekommen sind. Unsere Kollegen Lance und Debra Sprick werden im Mai für ein Jahr nach Amerika zum Heimatdienst gehen. Da müssen dann Lücken geschlossen werden.
„Wie werden unsere Kinder die Umstellung verkraften?“ Amos redet in letzter Zeit viel von den Philippinen und fragt immer wieder wann wir gehen. Aber wie lange wird es dauern, bis er dann wieder nach Deutschland will?“
Wir haben uns auch an die Annehmlichkeit des Lebens in Deutschland gewöhnt. Genießen es, die Großeltern im Haus bzw. in der Nähe zu haben. Es ist schön, die Verwandtschaft ab und zu zu sehen und auch in eine deutsche Gemeinde zu gehen.
Ihr seht wir stehen in einer Spannung und sind von Gott abhängig, dass er uns Kraft (vor allem emotionale) schenkt und das, was wir sonst noch brauchen. In allem ist es gut zu wissen, dass er vorangeht und unseren Platz wieder vorbereitet.

Zur Vorbereitung auf die neue Einsatzzeit gehört es auch, dass wir uns Gedanken über die Schule von Amos machen. Bei uns im Dorf gibt es keinen Kindergarten und die Vorschule und Schule auf den Philippinen passt nicht mit dem deutschen System zusammen. Unsere Kinder müssen aber, wenn wir nach Deutschland kommen, in die deutsche Schule. Deshalb werden wir voraussichtlich das Material der Deutsche Fernschule benützen. Wir sind gerade dabei Informationen einzuholen und auch schon Material anzuschauen.

Am 3. Januar hätte wieder die Ehemaligen-Konferenz an der LRF auf den Philippinen beginnen sollen. Ein Team aus Amerika wurde erwartet, das die Konferenz mitgestalten und die Bibelarbeiten halten sollte. Da es aber in der Region heftige Regenfälle und Nebel gab fielen (wie im Vorjahr) alle Flüge aus. So mussten sie in Manila für 70 Stunden warten. Die Konferenz fing dann einen Tag später an, weil auch viele der Teilnehmer durch das Regenwetter später ankamen. Aber das warten habe sich gelohnt. Die Botschaften zum Thema Anbetung haben wohl alle Teilnehmer ermutigt. So sind die ungefähr 20 Ehemaligen neu gestärkt zurück gereist in ihre Einsatzgebiete.

Ganz herzlich laden wir Euch zu unserer Aussendungsfeier nach Neu-Ulm ein. Am Sonntag 22. März um 9.30 Uhr soll der Tag mit einem gemeinsamen Gottesdienst beginnen. Danach werden wir miteinander Mittagessen und anschließend wollen wir von unserer zukünftigen Arbeit berichten. Mit gemeinsamem Kaffee trinken möchten wir den Tag ausklingen lassen. Liebe Leserin, lieber Leser, wir würden uns ganz arg freuen, wenn Ihr kommen könntet!
Jetzt grüßen wir Euch ganz herzlich bis zu einem Wiedersehen vielleicht am 22. März.


Eure 4 As
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