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Nummer 24 - März 2011
Liebe Freunde und Beter,

Mit Versen aus Jesaja 43 haben wir unseren letzten Rundbrief angefangen und auch dieses Mal möchte ich diese Verse an den Anfang stellen. Denn viel Neues ist am hervor-sprießen:

Gedenkt nicht mehr an das frühere und achtet nicht auf das Vergangene! Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor, solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.

Ein schwierige Mitarbeiterin hier an der Schule, die sehr viel Verantwortung und Macht hatte musste gehen. Sie dachte sie sei unkündbar und die Schule könne ohne sie nicht existieren. Aber Gott hat auch hier Neues geschaffen. Andreas ist jetzt viel gelassener und wir lernen, an das frühere nicht mehr zu denken. Die Kündigung lies die Wellen nochmal hoch-schlagen und es wurde wohl maches negative über uns verbreitet. Aber Gott hat Wege bereitet und wir schauen froh gemut in die Zukunft.

Natürlich war es auch eine neue Herausforderung für die verbliebenen Mitarbeiter, da die jährliche Ehemaligenkonferenz im Januar bevorstand und nur noch zwei Mitarbeiterinnen im Einsatz waren, da die dritte Anfang Dezember ein Kind bekommen hat und im Mutterschutz ist. Aber wir können nur staunen und es als Bestätigung sehen wie Gott gehandelt hat. Wir haben noch nie so eine fröhliche Ehemaligenkonferenz erlebt und wir konnten hören wie die Küchenmitarbeiterinnen bei ihrer Arbeit gelacht und gesungen haben und einfach gute Gemeinschaft hatten. „siehe ich wirke Neues“....

Was uns immer noch traurig stimmt ist, dass die ehemalige Mitarbeiterin, die nun in der Stadt wohnt, die Leute und Pastoren durcheinander bringt und sie gegen die Schule aufhetzt. Das zeigt ihren wahren Charakter. Für uns ist es nicht einfach die Gerüchte zu ignorieren und auf Gottes Handeln zu warten. ER wird die Wahrheit ans Licht bringen und davon sind wir überzeugt. Auf der anderen Seite würden wir uns wünschen, dass diese Frau wirklich in ihrem Leben zurechtgebracht wird und sie und ihre Töchter ganze Sache mit Jesus machen.

Die Freiheit und der Frieden jedoch auf dem Gelände, die wir jetzt unter unseren Mitarbeitern und Studenten erleben, machen alle Kämpfe wieder wett. „Siehe ich wirke Neues“

Diese Woche war die Wirtschaftsprüferin, Elsie, schon zweimal bei uns im Büro. Die Vorschriften werden jedes Jahr verschärft und so wird es immer noch umfangreicher. Da sie es jedoch schon seit einigen Jahren für uns macht, kennt sie unser System immer besser und das hilft sehr. Das letzte Jahr habe ich ja wieder ganz gebucht und die Mitarbeiterin, die wir eingearbeitet haben macht das sehr akkurat! Da haben wir kaum mehr Fehler zu korrigieren. Und es ist nicht schwer, ihre Fragen zu beantworten und die einzelnen Buchungen zu erklären. Dafür können wir unseren himmlischen Vater nur loben und preisen. Im letzten Jahr war das ja ein ganz schöner Kampf.

Wir hoffen, dass es keine großen Probleme gibt, wenn wir dann die ganzen Unterlagen zum Finanzamt und zur Registrierungsbehörde bringen.

Ende März wird dieses Schuljahr zu Ende gehen. Wir haben einen Studenten, der absolvieren wird. Am 28. März wird eine besondere Absolvierungsfeier für ihn stattfinden. Er hat die zwei Jahre alleine durchgestanden und musste sich zweimal an neue Mitschüler gewöhnen. Er hat auch den ganzen Umbruch von der alten Leitung zur neuen mitgemacht. Wir sind gespannt, wie Gott ihn weiterführen wird. Er hat verschiedene Möglichkeiten, die er in Erwägung zieht. Das eine ist mit einer Gemeinde eine Arbeit unter den Muslimen in ihrer Stadt aufzubauen. Ein andere wäre ein vorhandenes Team auf einer abgelegenen Insel zu ergänzen.

Wir würden uns freuen, wenn Gott für das nächste Schuljahr wieder 10 bis 12 neue Studenten schicken würde. Es sind schon einzelne Leute im Gespräch und wir haben schon eine Voranmeldung von Nervi. Ihr Mann, Edwin, ist ein Absolvent und sie gehen hier im Dorf in die Gemeinde. Er arbeitet bei einer Wach- und Schließgesellschaft in Iligan in einem Baumarkt. Sie würden gerne miteinander in den Dienst unter Muslimen gehen. Deshalb möchte Nervie die Schule besuchen. Sie werden wohl an die Schule ziehen und wir wollen Edwin anbieten hier in der Landwirtschaft mitzuarbeiten. Dodong braucht ganz dringend Hilfe.

Vom 16.-22. Mai ist ein Seminar bei uns zum Thema, die Kluft überwinden. Wie wir Muslime mit dem Evangelium erreichen können. Wir sind mal gespannt wie viele Teilnehmer kommen werden. Noch haben wir keine verbindlichen Anmeldungen.

In der gleichen Zeit findet eine andere Konferenz hier auf Mindanao statt, zu der Leute aus USA und einheimische Missionare kommen. Sie heißt Mindanao Strategische Vision. Es geht darum, dass Gemeinden in Europa und Amerika für die Arbeit der Geschwister hier beten und sie unterstützen. Andreas wird dort dabei sein um die Arbeit der LRF vorzustellen und auszuloten, wie wird den Kämpfern an der Front beistehen können. Wir denken dabei an Seminare oder Freizeiten während der Sommermonate.

Am 26. März wird unser ehemaliger Direktor Scott Steele mit seiner Frau und ihrer Tochter kommen. Sie werden einige Wochen hier sein um ihre Sachen zu packen, da sie zurück kehren nach USA. Bittet betet für diese Zeit und um einen guten Abschied.

Unsere amerkanischen Kollegen Terry und Cathy Wedel sind uns immer ein große Ermutigung. Am 29. März werden sie für viereinhalb Monate nach USA gehen für einen kurzen Heimatdienst. Wir freuen uns, dass wir während dieser Zeit verschiedene Kurzzeit-Teams hier haben werden, so dass wir nicht die ganze Zeit die einzigen Ausländer auf dem Gelände sind.

Aber jetzt noch ein wenig zu uns als Familie:

Die letzten zwei Tage hat es sehr viel geregnet und seit heute habe ich meine Jacke aus dem Schrank geholt denn es hat auf 21°C abgekühlt. Gummistiefel sind die ständigen Begleiter unserer Kinder.

Amos hat einen neuen Spruch wenn er etwas nicht mag dann sagt er: „Aus der Pistole geschos­sen.“ Als ich ihn fragte, wo er das denn her hat, meinte er: „Na! Aus dem kleinen Bilderbuch wo der kleine Junge zur Tagesmutter kommt und sie ihn dann fragt was er nicht mag und er würde sagen, aus der Pistole geschossen.“ Ich hab dann das Bilderbuch gesucht und die Stelle nachgelesen und da stand tatsächlich „... aus der Pistole geschossen“ aber er hat das Wort wie nicht dazu genommen. Also der ganze Satz heißt „Rosenkohl“ antwortete Max, wie aus der Pistole geschossen.

Er macht mehr oder weniger gerne Fernschule und hat vor kurzem gelernt dass wenn hier Nacht ist in Deutschland immer noch Tag ist. Anhand eines Globus und einer Taschenlampe haben wir das herausgefunden. Erstaunt war ich dass er es dann am Abend seiner Oma und seinem Opa via Skype vor der Kamera erklären konnte. Man merkt, dass er ein Tüftler ist und ihn solche Dinge begeistern.

Auch haben wir vor kurzem einen Rühr­kuchen gebacken im Rahmen der Schule. Was Amos natürlich auch Spaß macht da er gerne in der Küche hilft und er es diesmal fast alleine machen durfte.

Ansonsten backt er mir auch viele Sandkuchen was er auch für Oma und Opa gemacht hat. Er hat immer wieder faszi­nierende Ideen zum Dekorieren.

Asaf fährt seit kurzem begeistert Fahrrad. Er hat sich an einem Sonntag drauf gesetzt und ist einfach los geradelt und hat seine Runden gedreht. Da kam ihm die Vorübung auf dem Laufrad zugute.

Ganz herzlichen Dank, dass Ihr für uns betet!



Euer Andreas und Eure Angela mit Amos und Asaf
Wer wir sind.
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9200 Iligan City