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Nummer 4 - August 2004
Liebe Freunde und Beter,

Liebe Beter und Freunde,

War das aufregend. Plötzlich war alles in Englisch. Kein Deutsches Wort zu sehen oder zu hören. Aber Gott war so gut. Es hat alles geklappt mit dem Flug und Umsteigen und auch mit der Abholung am Flugplatz in Philadelphia/USA.

Wir waren noch voll in der Zeitumstellung, da fing auch schon der Kandidatenkurs bei unserer Partnermission an. Es waren zwei sehr ausgefüllte Wochen. Morgens wurde im Unterricht die Arbeitsweise von Christar vorgestellt. Abends berichteten Missionare über ihre Arbeiten, da viele der Kandidaten noch gar nicht wussten, wo Gott sie haben wollte. So bekamen wir Einblick wie man in Kasachstan Gäste bewirtet oder in Indien unterwegs ist. Wir genossen die Berichte in großer Gelassenheit, da unser Zielland, die Philippinen, schon fest stand.
Wir schwitzten vor lauter Aufregung (und weil feuchtheißes Klima herrschte), als wir am vorletzten Tag zur Vorstandssitzung mussten um uns vorzustellen. Es wäre aber gar nicht nötig gewesen, nach einem kurzen Gespräch wurden wir einstimmig angenommen. Zum Abschluss wurde ein festliches Bankett mit ungefähr 300 Leuten veranstaltet. Wir bekamen ein leckeres, mehrgängiges Menü. Im Anschluss wurden langjährige Missionare geehrt. Der Höhepunkte war unsere offizielle Aufnahme in Christar.
Für uns war es sehr interessant zu erfahren, dass die Missionare bei Christar 100 tägliche Gebetspartner brauchen. Sie dürfen erst ausreisen, wenn sie die schriftliche Bestätigung von den Leuten haben. Obwohl wir das nicht haben, sind wir doch sicher, dass auch viele von Euch täglich für uns beten. Das haben wir ganz konkret im Juli erlebt:

Wir waren in der Nähe von New York bei einem Trainings- und Einsatzprogramm für Gemeindebau unter unerreichten Menschen. Wir waren eine Gruppe von 26 Leuten bunt gemischt aus verschiedenen Staaten der USA, Kanada und Deutschland.
Morgens hatten wir Unterricht und an manchen Abenden und am Wochenende hatten wir Einsätze.
„Salam Alykuum." – „Alykumus Salam." – „Mein Name ist Andreas und das ist mein Freund Nathan und meine Frau Angela. Wir sind Christen und machen gerade einen Kurs über I. Dürfen wir Ihnen einige Fragen über Ihren Glauben stellen?" So gingen wir von Haus zu Haus und fragten. Die Antwort war oft: „Ich kann leider kein Englisch." oder „Ich habe keine Zeit."
Wir fühlten uns in den ersten Tagen überfordert und waren recht entmutigt. „Ob wir das jemals alles schaffen?" fragten wir uns. Wir sind uns sicher, das war nicht nur die normale Müdigkeit, sondern der geistliche Kampf, in dem wir standen. Immer mehr wurde uns bewusst, wie finster und antichristlich der Islam ist. Die Menschen haben keine Heilsgewissheit. Sie hoffen, irgendwie durch ihre guten Taten in den Himmel zu kommen und sind doch auf dem Weg in die Hölle. Viele von Euch haben in dieser Zeit für uns gebetet und wir haben erfahren, Gott hört Gebet. Ein Vers aus 2. Chronik 20 hat uns ermutigt: „Nicht ihr werdet kämpfen müssen. Tretet hin, steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch verschafft, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen, und der HERR wird mit euch sein!" König Joschafat stand einem übermächtigen Feind gegenüber und Gott hat ihm diese Zusage gegeben. Egal wie der Feind aussieht, Gott ist stärker und er kämpft für uns.
Das hat uns ermutigt nicht aufzugeben und auf Gott zu vertrauen. Mit einem Palästinenser kamen wir ins Gespräch. Sein Englisch war mangelhaft. Wir haben ihm ein arabisches Lukasevangelium geschenkt. Als wir ihn kurz darauf wieder sahen, saß er auf einer Treppe und las darin.

Im Park trafen wir einen türkischen Eisverkäufer. Er war für einige Jahre in Deutschland, bevor er nach Amerika kam. So konnten wir Deutsch mit ihm reden. Er hat uns gebeten ihm ein türkisches neues Testament zu besorgen. Das haben wir gerne getan. An vielen Abenden sind wir mit ihm und seiner Frau Gülbin im Park auf ihrer Decke neben dem Eiswagen gesessen. Wir durften ihnen von Jesus Christus erzählen und dass wir im Glauben an ihn ewiges Leben erhalten.Wir beten, dass weiter Gottes Wort liest und versteht was geschrieben steht. Wir sind froh, dass ein Ehepaar den Kontakt zu der Familie weiter pflegt. Betet Ihr mit, dass sie zum lebendigen Glauben an Jesus finden?

Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
1. Johannes 5,13

Seit 2. August sind wir in Reading. Hier ist das Heimatbüro unserer Partnermission Christar . Angela arbeitet diesen Monat im Büro mit und Andreas wird Möbel bauen für den Aufenthaltsraum. Wir sind dankbar für diese Zeit, in der wir die Mitarbeiter hier besser kennen lernen. Bitte betet für ein gutes Miteinander und dass wir für die Leute hier zu einer Ermutigung und Stärkung werden.

Im September fahren wir dann nach Colorado. Dort nehmen wir an einem Kurs teil, bei dem wir lernen, wie man eine neue Sprache und Kultur lernt. Wir sind schon sehr gespannt auf diese Zeit. Von anderen haben wir viel positives über diesen Kurs gehört.

Von dort geht es dann direkt weiter auf die Philippinen. Wir werden am 27. September in Manila ankommen. Anfang Oktober beginnt dann gleich die Cebuano Sprachschule in der Stadt Butuan auf der Insel Mindanao. Dazwischen haben wir vier Tage mit unserem Team in Iligan City. Dort steht auch schon ein Teil unserer Möbel, die wir von Familie Jung gekauft haben. Bitte betet, dass wir eine gute Wohnung finden und der Umzug in den wenigen Tagen gut klappt und dass wir uns schnell in der neuen Situation zurechtfinden.

Vielen Dank, dass wir mit zu Eurem Team gehören und an Eurer Stelle hingehen dürfen, um an dem großen Auftrag mitzuarbeiten, „macht alle Nationen zu Jüngern".



Mit lieben Grüßen aus Amerika
Andreas und Angela
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